Die 6 wichtigsten Typen des Storytelling

Standard

Geschichten überzeugen. Geschichten motivieren. Geschichten begeistern. Sie bringen uns zum Weinen oder zum Lachen. Sie berichten uns von Erlebnissen, von Großen und kleinen Heldentaten und begeistern uns immer wieder aufs Neue.

Lassen sich diese Geschichten verallgemeinern oder gar typisieren? Und in welchen Situationen können unterschiedliche Geschichten genutzt und eingesetzt werden?

Die Folgende Auflistung stammt aus dem Buch „Story-Factor – Inspiration, Influence, and Persuasion Through the Art of Storytelling“ von Annette Simmons. Sie beschäftigt sich mit der Frage wie Geschichten wirken, Menschen beeinflussen und von Menschen zur Beeinflussung anderer Menschen genutzt werden können.

Die Wirkung von Geschichten ist dann mächtigsten, wenn dadurch Emotionen angesprochen werden und eine Verbundenheit mit den Zuhöhren geschaffen wird. Diese wird dadurch geschaffen, dass man an sich und seine Geschichten glaubt und diese vertrauenswürdig vermittelt. Das heißt die Geschichten müssen authentisch sein, auf einer persönlichen (emotionalen) Ebene überzeugen. Wichtig ist dabei, dass man in diesen Geschichten alle Bereich des menschlichen Gehirn (sprich Fakten und Emotionen) zugleich anspricht. In späteren Artikeln werde ich diese Thematik vertiefen.

6 Typen des Storytellings – Eine kurze Typologie

 

wp-1465843396365.jpg

6 Verschiedene Arte von Geschichten (nach Anette Simmons Kapitel 1) (c)TobiasScheu

1. WER BIN ICH? (WHO I AM)

Die erste Art von Geschichten kann in die Kategorie „Wer bin ich“ eingeordnet werden.Dies sind Geschichten, die von den eigenen Erfahrungen, Stärken und Schwächen erzählen. Sie bieten die Möglichkeit seine Fähigkeiten zu demonstrieren und den Zuhörern ein persönliches Bild von sich zu liefern.

2. WARUM BIN ICH HIER? (WHY I AM HERE)

Warum bin ich hier? ist nicht nur eine philosophische Frage, sondern auch eine Art Geschichten zu erzählen. Sie beinhaltet die Vorstellung der eigenen Ziele, den Zweck eines Treffens (zum Beispiel von Kooperationen) und zeigen den Zuhörern wofür die ganze Veranstaltung gut ist.

Wichtig bei dieser Form von Geschichten ist, dass man diese Art von Geschichten nur dann erzählen kann, wenn man sein Gegenüber respektiert. Ansonsten schafft man es nicht Menschen zu motivieren und zu überzeugen.

3. VISION

Visonäre Geschichten sind Geschichten die offensichtlich von Visionen handeln. Damit sind Geschichten gemeint, die einen einen Blick auf die Zukunft zeigen. Dabei geht es nicht so sehr um den Inhalt, sondern vielmehr darum, dass man seine Zuhörer ernst nimmt und eine Beziehung zu diesen durch die Geschichte herstellt. Dies geschieht indem Probleme der Gegenwart (Frust oder Konflikte) aufgegriffen werden und darauf aufbauend eine Vision für die Zukunft herstellt. Dadurch erzeugt man eine emotionale Beziehung und kann seine Botschaft vermitteln.

4. LEHRENDE GESCHICHTEN (TEACHING STORIES)

Diese Art von Geschichten sind Beispiele wie und warum bestimmte Fähigkeiten, Werkzeuge genutzt werden können und liefern eine praktische Geschichte für dessen Wirksamkeit. Diese Geschichten sollten dabei ein geringes Maß an Komplexität aufweisen und nur dann komplex werden, wenn es notwendig ist. Zugleich sollten sie sich am praktischen Handeln orientieren und dadurch Fähigkeiten und Einstellungen übermitteln.

Ein Beispiel hierfür ist Platos Gleichnis vom Steuermann.

5. WERTE IN AKTION (VALUES IN ACTION-STORIES)

Values are meaningless without STORIES to bring them to life an engage us on a personal level

Jeder Mensch hat bestimmte Vorstellungen darüber was richtig und was falsch ist. Er hat eine spezifische Haltung gegenüber Politik, Religion, Familie und Wertvorstellungen nach denen er sein Leben gestalten und führen will. Diese Werte bestimmten seine Handlungen, seine Prinzipien und bringen führen Ihn dahin, wo er sein möchte.

Werte-In-Aktion-Geschichten sind beispielshafte Geschichten in denen Menschen davon erzählen, welche Entscheidungen Sie aufgrund ihrer Wertvorstellungen, d. h. ihrer inneren Überzeugungen getroffen und durchgeführt haben. Hierdurch fühlen sich die Zuhörer in die gleiche Situation wie der Redner versetzt. Sie versuchen seine Beweggründe nachzuvollziehen und fühlen sich dadurch mit diesem verbunden. Die Message, d. h. die Werte nach denen gehandelt werden sollen, werden also durch die Geschichte und die Demonstration der Werte dargestellt.

6. ICH WEIß, WAS SIE DENKEN – GESCHICHTEN
( I KNOW WHAT YOU ARE THINKING)

Als Redner oder Erzähler möchte man Menschen von seiner Botschaft überzeugen und diese dadurch zu einer bestimmten Handlung motivieren oder auffordern. Oftmals kommt es aber vor, dass das Publikum einem per Se negativ gegenübersteht. In dieser Situation bietet es sich an konkret auf diese Menschen einzugehen und durch das Ansprechend des Offensichtlichen (Langweile ich euch?) eine Kontakt zu diesen herzustellen.

Wie man damit am Besten umgehen kann zeigt der Statistiker Hans Rosling sehr gelungen in folgendem Youtube-Video:

Was haltet ihr von Hans Rosling und den verschiedenen Typen? Gibt es noch mehr?

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s