Zweifel und Selbstkritik – Der Weg zum Erfolg

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“ … War ja wieder klar, immer passiert mir so ein Missgeschick, hätte ich nur besser aufgepasst. Aber so ist das ja immer… “
„… Nichts klappt so richtig, ich habs’s halt wieder einmal nicht gekonnt“
„… alles was ich anfasse läuft schief. Alle anderen haben mal wieder recht gehabt, ich kann echt wirklich nichts“

Die Selbstzweifel kommen, werden stärker, man wir unsicherer und beginnt seine Entscheidungen, sein Leben und die Fähigkeiten von denen man glaubte diese zu können, zu hinterfragen und die Gedanken beginnen immer negativer zu werden und sich zu verstärken:

„Ich bin so blöd, ich kann es echt nicht… “
„Ich habe mich doch bemüht, das hat alles keinen Sinn mehr“

Doch wie kann man diesen negativen Gedanken ein Ende setzen. Ganz einfach, indem man diese Zweifel nicht als Schwäche und Kritik begreifen darf, sondern als eine Fähigkeit betrachten muss, die einen weiterbringt. Hierfür darf man sich nicht von den Zweifeln an sich leiten lassen, sondern muss diesen auf einer objektiven Ebene begegnen (hört sich leichter an als es ist), um Sie zu einer Stärke zu machen.

Das interessante an Zweifeln ist ja, dass sie überwiegend nicht aus einem selbst stammen, sondern durch das Umfeld sozialisiert (d. h. eingetrichtet werden) und damit bestimmte gesellschaftliche Erwartungen, die erfüllt werden sollen, an dich richten. Wenn man nur sich selbst folgt, so sind Zweifel eigentlich überflüssig. Man gibt nämlich immer sein Bestes. Man kann also nicht vor sich selbst scheitern, außer man gibt absichtlich nicht sein Bestes, da kann man dann aber auch nicht von Selbstzweifeln sprechen.

(Der französische Soziologe Michel Foucault hat mehrere Bücher darüber geschrieben, wie das Gesellschaftliche in einer Person wirksam wird und diese, ohne das die Person es weiß, kontrolliert. Fall sich jemand damit beschäftigten möchte: „Wahnsinn und Gesellschaft“, „Überwachen und Strafen“ )

Solange man sich auf einem Feld bewegt auf dem man sich sicher fühlt (und ein „Experte“ ist), kommt es eher seltener zu solchen Zweifeln. Denn man weiß was man tut. Sobald man aber in „fremden Gewässern/Bereichen“ unterwegs ist, fängt diese Selbstsicherheit an zu bröckeln und die externen Erwartungen des Mangels, des Versagens werden wirksam. Die Selbstzweifel werden wieder stärker und der negative Kreis beginnt von neuem. Doch man darf sich nicht von diesen treiben lassen, sondern muss gegensteuern, damit Sie zur Quelle neuer Inspiration werden.

Auf der Seite von Ben (anti-uni.com) habe ich dieser Tage einen Eintrag entdeckt, der sich auch mit dieser Thematik beschäfigt.

9 Wege wie du Deine Zweifel zu Stärke machst:

  1. Zweifel zulassen und akzeptieren das es sie gibt
  2. Mit Freunden reden und dadurch andere Perspektiven / Einschätzungen über eigene Zweifel bekommen
  3. Welche Ziele / Hindernisse konntest du trotz Bedenken deiner Familie und Freunden bereits erfolgreichen erreichten und bestehen
  4. Ein persönliches Erfolgstagebuch führen
  5. Deine „Motivational-Liste“ für schwere Stunden
  6. Inspirierende Zitate, Videos und Geschichten
  7. Gehe raus oder mache Sport
  8. Dir vorzustellen an welchem Punkt du in der Zukunft einmal stehen wirst, welche Hindernisse du dafür überwunden haben wirst
  9. Dankbar sein für die Erfahrung des Zweifels, denn Sie bringen dich weiter

Fazit:

  • Zweifel sind gut – sie sind Dein innerer Kompass
  • Finde Deine eigenen Methoden, um mit Deinen Zweifeln umzugehen
  • Deine Zweifel zuzulassen und zu überwinden macht Dich stärker 

Frei ergänzt nach Warum Zweifel gut sind – und 9 Wege wie Du sie in Stärke verwandelst

Zwar habe ich die Liste etwas ergänzt und umformuliert, aber im Kern geht es meiner Meinung nach darum, die Zweifel als solche anzunehmen und auf einer (neutralen) Metaebene für sich selbst zu bewerten.

Um sich nicht in sich selbst zu verfangen, ist es auch sinnvoll, Meinungen von (guten) Freunden einzuholen und mit diesen darüber zu sprechen. Oftmals sehen diese andere Aspekte an dir, die du selbst noch nicht kennst und die du vielleicht negativer ausmalst, obwohl sie eigentlich sehr positiv an dir sind.

Betrachtet man ebenso die Erfolge  bzw. Hürden, an denen man früher immer gezweifelt hat (bspw. ob man in der Lage ist ein Studium durchzuziehen oder eine Ausbildung/ die Schule zu schaffen) und schaut sich die Ergebnisse an, so zeigt sich oftmals, dass die Zweifel unbegründet und von einem selbst schon oft überwunden wurden. Es sind meistens immer die gleichen Zweifel, die jedoch immer wieder bei neuen Problemen auftauchen und sich anders verkleiden.

Da man Selbstzweifel oftmals dann bekommt, wenn man seine eigenen Erwartungen oder Erwartungen der anderen in bestimmten Situationen nicht erfüllen kann, hilft es (zumindest mir) auch die Situationen zu analysieren, in denen die Zweifel aufgetreten sind:

  • Welche Tätigkeit habe ich in dieser Situation ausgeführt? Was kann ich an daran ändern?
  • Welche Personen war noch dabei involviert? Wie stehe ich zu diesen? Inwiefern beeinflussen diese Personen mein Verhalten / Selbstbild?
  • Hat mein eigenes Handeln die Situation und die Selbstzweifel bestimmt oder gab es auch Einflüsse von Externen Personen?
  • Hätte ich die Situation durch ein anderes Verhalten anders gestalten können?
  • Haben mir Informationen für das richtige Verhalten in dieser Situation gefehlt?

In der Überschrift habe ich davon geschrieben, dass Zweifel und Selbstkritik Wege zum Erfolg sind. Bislang ging es nur darum wie man Zweifel analysieren und mögliche Kontextfaktoren auffinden kann, doch was hat das alles mit Erfolg zu tun?

Ich habe einmal gelesen, dass sich erfolgreiche Menschen Entscheidungen treffen. Sie nehmen ihr Leben selbst in die Hand und verändern es aufgrund der Entscheidungen, die sie treffen. Doch um diese Entscheidungen treffen zu können, müssen diese in der Lage sein, sich selbst zu hinterfragen und auch ihre Selbstzweifel anzunehmen. Selbstzweifel kommen immer dann, wenn etwas nicht richtig oder falsch läuft.

Stellt man sich diesen Zweifeln und beobachtet, wie diese entstanden sind und was man verbessern muss, um sich selbst zu erkennen, so kommt es zwangsläufig zu einer Entscheidung. Egal ob diese Entscheidung positiv oder negativ gegenüber einer Sache oder eine Person ist, sie führt auf jedenfall zu einer Entscheidung und damit zum Erfolg für das eigene Leben.

 

 

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